Unsere Landwirtschaft, Schafzucht & Jagd im Detail
Die letzten Viehhalter in Rinnen
Der Rimmlhof ist heute der einzige verbliebene Viehhalter im Ort Rinnen. Was früher zum Alltag vieler Höfe im Dorf gehörte, führen wir mit Überzeugung weiter.
Unsere Zucht: Robustheit trifft Fleischqualität
Wir haben uns zunächst intensiv der reinen Zucht des Braunen Tiroler Bergschafs gewidmet – einer seltenen, gefährdeten Nutztierrasse, die bestens an unsere Berglandschaft und an das raue Bergklima angepasst ist. Mit der Zeit ist für uns die Fleischqualität für unser Restaurant immer wichtiger geworden. Deshalb sind wir zu einer gezielten Kreuzung mit dem Jura-Schaf übergegangen, die die Robustheit des Bergschafs mit einer deutlich besseren Fleischqualität verbindet.
Ein Jahr im Leben unserer Schafe
Unsere Schafhaltung folgt dem natürlichen Rhythmus der Jahreszeiten:
- Frühling – die Lämmer kommen zur Welt: Die arbeitsintensivste, aber schönste Zeit des Jahres. Die Mutterschafe bringen ihre Lämmer im Stall zur Welt, wo sie die ersten Wochen in Sicherheit und Nähe zur Mutter verbringen. Im Frühjahr findet außerdem die jährliche Schur statt, damit die Tiere im Sommer nicht überhitzen.
- Sommer – Zeit auf der Weide: Sobald es warm genug ist, geht es hinaus auf die Naturwiesen rund um den Hof und auf die Alm. Dort haben die Schafe reichlich frische Bergkräuter und viel Platz. Gleichzeitig nutzen wir den Sommer, um Heu für die Winterfütterung zu machen.
- Herbst – Vorbereitung auf den Winter: Wenn die Weiden nicht mehr genug Futter bieten, kehren die Schafe zurück in den Stall.
- Winter – Betreuung im Stall: Wegen der Kälte verbringen die Schafe den Winter im Stall, werden aber morgens und abends versorgt und gefüttert – mit Heu von den eigenen Bergwiesen, das aus nährstoffreichen Bergkräutern besteht. Auch im Stall haben die Tiere viel Platz und Bewegungsfreiheit.
Landschaftspflege durch Beweidung
Durch die Beweidung der Bergwiesen leisten unsere Schafe einen wichtigen Beitrag zur Landschaftspflege – ohne sie würden viele Flächen rund um Rinnen mit der Zeit verbuschen. Landwirtschaft und Naturschutz gehen bei uns damit Hand in Hand.
Eigene und heimische Jagd
Die Jagd ist für uns eng mit dem respektvollen Umgang mit der Natur verbunden. Wir jagen ganzjährig Rotwild, im Herbst je nach Saison ergänzt durch Reh-, Gams- und Murmeltier. Ein Teil unseres Wildbrets stammt aus der eigenen Jagd, ein weiterer Teil von ausgewählten Jägern aus der Umgebung.
Hofprodukte zum Mitnehmen
Auf Anfrage und nach Verfügbarkeit bieten wir direkt am Rimmlhof an:
- Lammfleisch & Wildbret
- Echtes Schaffell und naturbelassene Schafwolle
- Saisonal hausgemachte Marmeladen, Fruchtsirupe, Kaminwurzen und Carpaccio (solange der Vorrat reicht)
- Bio-Bienenhonig vom Imker aus dem Nachbardorf Brand
- Hof-Souvenirs mit Logo (Mützen, Stirnbänder, T-Shirts)
Nachhaltigkeit am Hof
Wir heizen mit Holz aus dem eigenen Hofwald, das Heu für die Winterfütterung stammt von unseren eigenen Bergwiesen – ein kurzer, geschlossener Kreislauf direkt am Hof.
Ein respektvolles Miteinander
Wir freuen uns, dass immer mehr Gäste unsere Region erkunden. Damit unsere Wiesen und Felder das auch weiterhin ermöglichen, bitten wir darum, auf den vorgegebenen Wegen zu bleiben – gerade in der Wachstumsphase kann ein Queren der Felder die Ernte beschädigen. Und: Bitte die Hinterlassenschaften von Hunden entsorgen, da Hundekot für unsere Schafe gesundheitliche Schäden verursachen kann.